Donnerstag, 18. Januar 2018

Dämonenherz - Zur Hölle mit der Liebe von Cornelia Zogg

Seitenzahl: 426
Verlag: Feelings
Taschenbuch: 12,99 €
Kindle eBook: 4,99 €
Erscheinungsdatum: 07. Januar 2015

Kurzbeschreibung: Irial ist unzufrieden mit ihrem Leben. Gefangen in einem unbefriedigenden Job ohne Perspektive, ohne nennenswertes Sozialleben und ohne Hoffnung auf Veränderung, fristet sie ein trostloses Dasein. Als sie nach einem frustrierenden Tag im Büro auch noch zu Überstunden verdonnert wird, beginnt für sie ein neues Leben. Gejagt von Chimären rettet sie eher zufällig dem charmanten und teuflisch gut aussehenden Erzdämon Raciel das Leben. Aus der Hölle verstoßen und vom Himmel gejagt, bringt Raciel ihr Leben gehörig durcheinander - vor allem, als er sich zum Leidwesen der beiden Erzengel Gabriel und Raphael bei Irial einquartiert. Aber das ist alles andere als ein Zufall! Himmel und Hölle haben andere Pläne…

Meine Meinung: Dieses eBook ist die erste Lektüre, die ich von Cornelia Zogg gelesen habe. Vorerst mal ein kleiner Einblick zum Inhalt von meiner Seite. Irial führt ein normales und geregeltes Leben. Während sie täglich ihrer Arbeit nachgeht, ist sie im Grunde ziemlich einsam. Das soll sich nach ihrer Begegnung mit Raciel ändern. Er bringt nicht nur ihr Herz höher zum schlagen, durch ihn gerät ihr bisheriges, einsames aber geregeltes, Leben aus dem Ruder. Die Tatsache, dass es sich bei Raciel um einen Dämon handelt, wird später zum kleines Übel. 

Mit Raciel beginnt ein ganz neues Leben für Irial. Plötzlich ist sie nicht nur ein Mensch, der auf der Erde lebt, sie wird sich nach und nach sowohl im Himmel, als auch in der Hölle aufhalten. Hört sich nach einer Menge Fantasy an und das ist es letztendlich auch. Bei diesem Hin und her wird sie sich in verschiedene Wesen verwandeln und schließlich sich für einen Aufenthaltsort entscheiden müssen. 

Während des Lesens habe ich mir, trotz so viel Abwechslung, gewünscht, dass Irial sich mal entscheiden sollte, wo und als was sie leben will. Nach zahlreichen Alternativen wurde mir das doch etwas zu viel. Sie hat aber auch quasi jedes Wesen sein dürfen, was in dieser erschaffenen Umgebung möglich war. 

Die wechselhafte Handlung ließ sich dennoch wirklich gut lesen. Einfach auch, weil es sich hierbei um einen Einzelband handelt und somit keine tiefgründigen Überlegungen gefordert werden. Eine Lektüre für Zwischendurch beschreibt es wohl am besten. 

Die Engel und Dämonen in dieser Geschichte machen sich den technischen Fortschritt auf der Erde zu nutzen. Dieser Umstand lässt sich unheimlich gut mit der Gegenwart kombinieren. Veraltet sind diese übernatürlichen Wesen noch lange nicht. Durch die vertrauten Elemente wird dem Leser das Lesen automatisch erleichtert. 

Irial und Raciels Geschichte hat mir durchaus gut gefallen, jedoch hat etwas gefehlt. In Worte fassen könnte ich es jetzt nicht, aber zufrieden war ich einfach nicht. Meine Bewertung und weswegen ich keine vier Sterne vergeben habe kann ich dagegen begründen. Dafür ist das vorher genannte Hin und Her zwischen den Wesen verantwortlich. Mir war es einfach zu viel, dass Irial so oft die Gestalt wechselte. Positiv war dagegen, die fast durchgehend aus der Ich-Perspektive erzählte Handlung. Indem der Leser lediglich Irials Sicht geboten bekam, übertrug sich die Unsicherheit von ihr wie von alleine auf den Leser. 

Fazit: Für Zwischendurch nur zu empfehlen. Wer mal wieder ein unkompliziertes eBook lesen will, der kann hier nichts falsch machen. 

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen 

Zitat
Unter dem Deckmantel der Religion geschehen die schlimmsten Dinge. All diese scheinheiligen Heuchler mit ihren Predigten von Liebe und Frieden und ihre gleichzeitige Intoleranz allem gegenüber, was anders ist. Ihre Arroganz zu behaupten, Gottes willen zu kennen und zu meinen, die schlimmsten Sünden seien durch zwei Ave Marias und fünf Vater unser vergeben. Lächerlich. Es geht bloß um die Ausübung von Macht und den Willen, andere zu kontrollieren und zu beeinflussen. Und natürlich schützt das nicht. Ein Arschloch ist auch ein Arschloch, wenn es glaubt.
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