Dienstag, 21. November 2017

Mila von Anita Leonhard

Seitenzahl: 364
Verlag: Martin Bühler Publishing
Kosten: kostenlos
Taschenbuch: 12,90 €
Kindle eBook: 2,99 €
Erscheinungsdatum: 04. Dezember 2015

Kurzbeschreibung: Mila wird als Säugling an einer Klosterpforte abgegeben und von Nonnen aufgezogen. Als sie 18 Jahre alt ist, holt die Mutter sie ab und will sie zur Prostitution zwingen. Mila flieht und arbeitet am Fließband. Dort lernt sie Abdullah kennen. Bald heiratet sie ihn in einer muslimischen Zeremonie, nicht ahnend, dass sie ohne standesamtliche Trauung weder in Deutschland noch in der Türkei rechtsgültig verheiratet ist. Sie leben in einem ausgebauten Schafstall und bekommen vier Kinder. Als Abdullah arbeitslos wird, schiebt ihn die Behörde in die Türkei ab. Mila verliert ihren Ernährer und ihr Zuhause.

Zwei Jahre später, Mila hat inzwischen wieder festen Boden unter den Füßen, meldet sich Abdullah aus Istanbul. Obwohl Mila Arbeitsplatz und Wohnung hat, beschließt sie ihren Kindern den Vater zurückzugeben und zieht nach Istanbul. Dort muss Mila erfahren, dass Abdullah schon während der Zeit ihrer vermeintlichen Ehe mit einer anderen Frau verheiratet war. Mila will nach Deutschland zurückkehren. Das ist jedoch nicht möglich, weil sie als staatenlos gilt und deshalb ihren abgelaufenen Fremdenpass nur in Deutschland verlängern lassen könnte.

Nach einem schweren Nervenzusammenbruch muss sie von Abdullah und einem Armenarzt zu Hause betreut werden, weil für einen Krankenhausaufenthalt kein Geld da ist. Als Mila ihre lange Krankheit überwunden hat, ist sie erneut schwanger; es wird ein Junge. Abdullahs kinderlose Ehefrau würde gegen einen größeren Betrag in eine Scheidung einwilligen, Abdullah kann das Geld jedoch nicht aufbringen.

Als Abdullah eines Tages mit seiner Frau verschwindet, verliert Mila die Wohnung. Ihre Kinder werden in Heimen untergebracht. Sie soll sie erst wiederbekommen, wenn sie Arbeit und Wohnung nachweisen kann. Das gelingt ihr schließlich mit Hilfe einer deutschen Frauengruppe. Sie nimmt den Namen Leyla an und kann die türkische Staatsbürgerschaft erwerben.

Leyla lernt den Handwerker Haydar kennen, die beiden werden ein Paar. Haydar erbt den kleinen Bauernhof seiner Eltern in Ostanatolien, den sie in der Hoffnung auf ein besseres wirtschaftliches Auskommen bewirtschaften. Während der älteste Sohn zur Guerilla in die Berge geht, stürzen mehrere Dürrejahre in Folge die Familie in Schulden, die sie schließlich nur begleichen kann, indem sie eine der Töchter mit dem Dorfschmied verheiratet…

Meine Meinung: Man sollte wirklich genau überlegen welches eBook sich man kauft und welches nicht. Die oft kostenlos angebotenen verleiten den Leser dazu, sich Bücher anzuschaffen, die einem möglicherweise doch nicht gefallen werden. Dieses eBook fällt bei mir unter dieses Beispiel. In Zukunft werde ich mich daran erinnern und versuchen solche Käufe zu vermeiden. Das einzig positive ist eindeutig kein Cent ausgegeben zu haben. Ungern hätte ich den vollen Preis gezahlt und säße jetzt mit einem eBook da, was mir überhaupt nicht gefällt. 

Dabei vergebe ich selten einen Stern. In den letzten Jahren, in denen ich bereits Bücher rezensiert habe waren nur wenige mit dabei. Jedoch gibt es hier so einige Gründe dafür. 

Ein eBook heißt nicht, dass man die Rechtschreibung völlig außen vor lassen sollte. Für mich sind eBooks genauso wertvoll wie gedruckte Bücher. So fand ich ich es an erster Stelle sehr schade, dass dieser Wert hier unter ging. Die Wörtliche Rede war wirklich schrecklich. Teilweise wusste man überhaupt nicht wo die eine Person seinen Redefluss beendete und die andere Person anfing zu reden. Das Geredete ging scheinbar ineinander über. Eine weitere Anmerkung wäre zu den fehlenden Absätzen. Diese sind dazu da, dem, Leser das Lesen angenehm zu gestallten. Bei dieser Formatierung hat man verzweifelt darauf gewartet bis mal wieder ein Absatz kam. Vergeblich. Sie waren nur selten eingefügt. 

Inhaltlich began es dabei recht vielversprechend. Zumindest trifft das auf einige wenige Seiten am Anfang zu. So richtig habe ich nicht verstanden weswegen die Götter Milas Leben beobachteten, sie aber in einem Kloster aufwuchs, in dem an einen Gott geglaubt wird? Was ja auch bei den Türken so ist. Die Verbindung dazu leuchtete mir nicht ein und es wurde immer gewöhnungsbedürftiger. Die einzig guten Beschreiben waren die Reflektion der Nachkriegszeit. 

Meine Motivation zum Lesen nahm von Seite zu Seite ab. Hinzu kommt auch noch, dass die Ereignisse sich sehr plötzlich weiterentwickelten. Auch da wurde einem das Lesen unnötig erschwert. 

Bedauerlicherweiser habe ich noch mindestens zwei eBooks des Herausgebers auf meinem SUB. Seelisch entferne ich mich immer weiter weg von diesen und hoffe, dass all dass in den anderen Büchern besser gemacht wurde. So gesehen könnte ich es darauf anlegen und in naher Zukunft die Bücher mal lesen, um herauszufinden ob meine Befürchtungen bestätigt werden oder, und diese Option bevorzuge ich, ob ich positiv überrascht werde. 

Fazit: Mein dringender Wunsch wenn es ums eBooks geht ist ganz klar herauszulesen. Eine digitale Version heißt nicht, dass man sich solche Sachen erlauben darf. Lesen ist für mich eine Leidenschaft. So hat mich die Formatierung echt enttäuscht. Mit der Zeit, die mit dem Lesen dieses Buches einhergeht, kann man, und sollte man auch, etwas besseres anfangen. 

Meine Bewertung: 1 von 5 Sternen 

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