Donnerstag, 16. November 2017

Level 26 01 - Dunkle Seele von Anthony E. Zuiker

Seitenzahl: 425
Verlag: Bastei Lübbe
Kosten: kostenlos
Taschenbuch: 11,42 €
Kindle eBook: 7,49 €
Erscheinungsdatum: 28. November 2009

Kurzbeschreibung: Strafverfolgungsbehörden teilen Mörder in verschiedene Kategorien der Bösartigkeit ein, angefangen bei Zufallstätern der Stufe 1 bis hin zu Folterern und Schlächtern der Stufe 25, deren Grausamkeit und Perversität sich dem normalen Begriffsvermögen entziehen. Kaum jemand weiß, dass eine neue Kategorie entstanden ist, eine unvorstellbare und bisher unbekannte Dimension des Schreckens. Und nur jene namenlose Elitetruppe von Männern und Frauen, die in keiner offiziellen Akte geführt wird und deren Aufgabe es ist, die gefährlichsten Killer und Psychopathen der Welt auszuschalten, weiß von dieser neuen Kategorie. Eine Kategorie, in die bislang erst eine Person gehört. Seine Opfer: Jeder Seine Methoden: Alles, was ihm geeignet erscheint Sein Alias: Sqweegel Seine Einstufung: Level 26. 

Meine Meinung: Empfohlen wurde mir das Buch von einer Freundin, als wir das Buch in einer Bibliothek gesehen haben. Daraufhin dachte ich mir, es würde ja nicht schaden es mitzunehmen. Kurz darauf habe ich es geschafft es zu lesen. 

Thriller haben es bei mir nicht einfach. Das mal vorweg gesagt. Zu meinen Lieblingsautoren in diesem Genre zählen vor allem Tess Gerritsen und Sebastian Fitzek. Wer mindestens eine der beiden Autoren kennt, weiß worauf ich wert lege. Ich lese gerne ausführlich beschriebene Szenen. Die Spannung wird erst durch die grausammen Beschreibungen aufgebaut. Leser, die an ähnliches gewöhnt sind und in diesem Bereich Gefallen finden, die werden dieses Buch eher schwächer bewerten. Einen Vergleich ziehe ich nicht, aber meinen Maßstab führe ich auf, damit meine letztendliche Bewertung nachzuvollziehen ist. 

Der grundlegende Aufbau des Thrillers ist durchaus als gut zu bezeichnen. Die Rahmenbedingungen für Spannung sind damit schon mal gegeben. Jetzt geht es an die Umsetzung. Und an dieser Stelle ist auch meine Kritik angebracht. Der Autor schafft es länger als die Hälfte des Buches nicht mich dazu zu bewegen mich mitten im Geschehen zu fühlen. Von einem Thriller sollte wenigstens Gänsehaut erwartet werden können. Ausgelöst wird diese natürliche Reaktion beim Lesen eines guten Thrillers erst in den letzten 150 Seiten. Das ist für meinen Geschmack und für meine Erwartungen eindeutig zu spät. Spannungsaufbau ist alles was einen Thriller ausmacht. Der Prolog wäre die erste Gelegenheit gewesen, den Leser so richtig einzubeziehen. Im Nachhinein hätte ich mich gerne mit Neugierde auf die weiteren Kapitel gestürzt. 

Auf der anderen Seite sehen viele Leser die Bücher meiner Lieblingsautoren in diesem Genre als brutal an und meiden diese Bücher lieber. Gerade für diese Leser könnte dieses Buch, was zudem noch der erste Band einer Reihe ist, genau das Richtige sein. 

Die sehr kurz gehaltenen Kapitel, sie umfassen im Durchschnitt drei Seiten, erleichtern das Lesen enorm. Wenn längere Seiten auf mich gewartet hätten, bin ich mir nicht sicher ob ich das Buch zu Ende lesen könnte. Ich schließe es zwar nicht gänzlich aus, aber momentan habe ich nicht vor mich mit dem nächsten Band zu befassen. Der Schreibstil wird sich schließlich nicht groß verändern. Zumindest sind das meine Annahmen. 

Fazit: Zu empfehlen ist dieser Thriller den Lesern, die gerne Bücher lesen, in denen die Grausamkeiten nicht unbedingt detailliert beschrieben werden. Meiner Meinung nach sind sie die passende Zielgruppe. Ich wiederum bevorzuge ausführliche Beschreibungen, sodass ich mich beim Lesen etwas fehl am Platz gefühlt habe. Oftmals habe ich auf eine Steigerung gewatet. Aufgetreten ist sie auch, aber noch lange nicht im erwarteten Ausmaß. 

Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 

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