Mittwoch, 22. November 2017

Deep Blue Eternity von Natasha Boyd

Seitenzahl: 456
Verlag: LYX
Kosten: 3,99 €
Taschenbuch: 9,99 €
Kindle eBook: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 04. Februar 2016

Kurzbeschreibung: Als Olivia Baines zwölf Jahre alt war, wurde ihre ältere Schwester Abby von einem Unbekannten ermordet. Sechs Jahre später leidet Olivia immer noch schwer unter dem Ereignis. Der Schmerz ist so stark, dass sie nur einen Ausweg sieht: Sie flüchtet an einen Ort, wo ganz sicher niemand nach ihr suchen wird. Das verlassene Cottage ihrer Großmutter liegt auf Daufuskie Island, im Südosten der USA. Doch Olivia hat nicht damit gerechnet, dass das Cottage bereits bewohnt ist. Tom ist alles andere als begeistert, als sie auf der Insel auftaucht. Die junge Frau erinnert ihn an das dunkelste Kapitel seiner Vergangenheit, vor dem er seit sechs Jahren davonläuft - und das ihn jetzt eingeholt hat.

Meine Meinung: Zum Inhalt an sich will ich nicht viel sagen. Die Kurzbeschreibung reicht da völlig aus, um einen ersten Eindruck zu vermitteln. Der Schreibstil der Autorin lässt sich wirklich sehr angenehm lesen. Ich fühlte mich während des Lesens wirklich wohl und hatte keinerlei Schwierigkeiten in die Handlung reinzufinden. 

Zumal es hierbei unter anderem auch um ein Thema geht, dass nie an Aktualität verlieren wird, solange es Menschen wie Olivias Onkel gibt. Zumindest verlässt Olivia ihr Zuhause und will sich von dem Verschwinden ihrer Schwester und den damit verbundenen Ereignissen entfernen. Man erwartet von sich sorgenden Eltern, dass sie sich wenigstens bemühen ihre Tochter zu finden und zurück nach Hause zu holen. In Anbetracht der Tatsachen und weil Olivia und auch Abby kein Verständnis oder Unterstützung ihrer Eltern erwarten dürfen kam es jedoch zu den im Buch geschilderten Erlebnissen. Es darf sich nicht gewundert werden, dass Kinder sich gänzlich von ihren Eltern abwenden, wenn diese Ihnen keinen Halt bieten. Weswegen sich unnötig darum bemühen bei den Eltern zu bleiben, wenn diese sich kein einziges Mal für einen eingesetzt haben. Auch wenn so ein überstürztes Verlassen des Zuhauses von seiten Olivias zunächst als falsch betrachtet werden könnte, ist es das in meinen Augen keine Sekunde. Das wird im Laufe der Handlung sogar bestätigt, da ihre Eltern tatsächlich bis zum Ende nicht aufgetaucht sind um ihre Tochter zurückzuholen. 

In diesem Buch geht es hauptsächlich um den Versuch die Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen. Dieser Vorsatz gilt sowohl für Olivia, die sich auf die Insel begibt, auf der damals ihre Großmutter gelebt hat und mit der sie eine damalige glückliche Kindheit verbindet. Als auch für Tom, der seinerseits eher existiert statt das Leben zu genießen. Ihre Wege kreuzen sich, um füreinander da zu sein. Dementsprechend wechselt sie Sichtweise im Buch zwischen Tom und Olivia hin und her. Was wieder mal dazu führt, dass der Leser einen optimalen Eindruck über die Charaktere bekommt. 

Dies ist das erste Buch der Autorin für mich. Auf meinem SUB liegen die ersten beiden Bände einer Reihe von ihr. Das Lesen hat mir Spaß gemacht, sodass dieser Einzelband eine gute Basis für den Auftakt der Reihe darstellt. Ich bin gespannt was mich noch so erwartet. 

Fazit: Olivias Geschichte löste bei mir Zustimmung aus. Ich konnte sich verstehen und auch ihre Handlungsweise nachvollziehen. Hier wird ein ernstes Thema erzählt, das aber nicht allzu dramatisch ist. Meiner Meinung nach ein gelungenes Buch. Eine klassische vier Sterne Lektüre. 

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

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