Samstag, 30. April 2016

Der Trakt von Arno Strobel

Seitenzahl: 338
Verlag: Fischer
Kosten: keine, da ich es aus der Bücherei ausgeliehen habe
Taschenbuch: 8,95 €
Kindle eBook: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 01. Mai 2010

Kurzbeschreibung: Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall – all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?

Meine Meinung: Für mich der mittlerweile zweite Thriller des Autors. Auch wenn die Handlung sich nicht weiter ähnlich ist, ist auch dieses Buch wieder genauso gut wie "Das Wesen".

Sibylle wacht orientierungslos in einem Krankenhaus auf. Nach der ersten Verwirrung weiß sie schnell wieder wer sie ist und was für ein Leben sie führt. Als erstes sucht sie ihren Mann auf, um nach ihrem Sohn zu fragen. Johannes erkennt seine Frau nicht wieder. Sibylle kann nicht verstehen weswegen ihr Mann sie nicht zu kennen scheint. Noch verwirrter ist es für sie, als Johannes meint sie hätten nie ein Kind gehabt. Nach diesem Schock versucht Sibylee ihr Glück bei ihrer besten Freundin Elke. Doch vergebens. Auch ihre Freundin, die sie seit der Grundschule kennt, verhält sich nicht anders als ihr Mann. Nach dieser Einführung ins Geschehen geht die Handlung weiter und immer mehr Informationen kommen zusammen.

Im Grunde ist der Inhalt gar nicht mal so interessant erzählt. Nur schafft Arno Strobel es den Leser zu binden. Aktion und große Spannung sind nicht unbedingt vertreten. Doch der Drang zum Lesen ist vorhanden. So einfach ist es nicht sich der Geschichte zu entziehen.

Bei Thrillern ist es üblich, das die Gedanken hin und her gehen. Mal zur einen, mal zur anderen Seite. Vertrauen kann man den Charakteren nicht bis zum Ende. Genau an dem Punkt, an dem Vertrauen gefasst wird, kommen neue Details ans Tageslicht, sodass man wieder verwirrt eine andere Ansicht vertritt. Doch das ist es auch, was den Reiz ausmacht. Zudem ist es auch ein Unterschied zu Krimis. Bei Thrillern ist das Ganze viel verwirrter und dadurch reizvoller.

Zur Thematik gehört unter anderem auch die Gehirnforschung. Ich bin ja von Büchern über Forschung und Wissenschaft immer besonders angetan. Sie gehören zu meinen Interessen. Ich finde es faszinierend wie weit man in der Wissenschaft gehen könnte. Zu was die Menschen eigentlich fähig sind. Experimente mit Menschen sind nach wie vor verboten. Jedoch gibt es immer wieder Wissenschaftler, die diese Grenze überschreiten, was ich durchaus verstehen kann. Der Reiz ist einfach zu groß. Bei diesen Wissenschaftlern gibt es meistens eine Gemeinsamkeit. Es Grenz an Wahnsinn. Trotz allem machen Wissenschaft und Forschung Bücher um einiges interessanter.

Ich muss sagen auch Sibylles Geschichte hat mir gefallen. Ich kann ohne Bedenken mich weiteren Büchern des Autors zuwenden. Mal sehen welches mich so sehr begeistern wird und ich fünf Sterne vergeben werde. Aber auch vier Sterne reichen, damit ich dranbleibe.

Fazit: Rundum ein gelungener Thriller, kann ich abschließend sagen. Was Krimis und Thriller betrifft bin ich wählerisch und gar nicht mal so schnell zu überzeugen. Doch der Schreibstil des Autors ist dafür einfach zu lesenswert. Weiterempfehlen kann ich dieses Buch Lesern des Genres. Sie werden bestimmt gefallen an der Handlung finden.

Meine Meinung: 4 von 5 Sternen 

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