Dienstag, 8. März 2016

Das Wesen von Arno Strobel

Seitenzahl: 354
Verlag: Fischer
Kosten: keine, da ich es aus der Bücherei ausgeliehen habe
Taschenbuch: 8,95 €
Kindle eBook: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 01. Dezember 2010

Kurzbeschreibung: Ein kleines Mädchen stirbt, und der Hauptverdächtige wandert in den Knast – unschuldig? 15 Jahre später: Wieder verschwindet ein Kind, und der Albtraum beginnt von vorn – für die Ermittler und den Täter von damals. 
Ein verurteilter Psychiater und ein besessener Kommissar – ein erbittertes Psychoduell um Schuld und Rache.

Meine Meinung: Joachim Lichner, Psychiater, wurde vor fünfzehn Jahren wegen Mord verurteilt. Sowohl vor seiner Verhaftung, als auch währenddessen behauptete er unschuldig zu sein. Nach seiner Aussage, war er es nicht, der das vierjährige Mädchen getötet hat. Hauptkommissar Bernd Merkhoff ist jedoch von Anfang an der Überzeugung, Lichner ist der Täter. Sein Partner Alex Seifert ging vor Jahren seinen Zweifeln nicht nach. Nur jetzt, als Lichern seine Strafe abgesessen hat und erneut ein kleines Mädchen ermordet wird, zeigen erneut alle Finger auf ihn. Doch wurde Lichner damals zu Recht verurteilt, oder steckt da womöglich mehr dahinter?

Erzählt wird der Thriller abwechselnd in der Vergangenheit und Gegenwart. Zwar zieht sich dieser Wechsel nicht durchs ganze Buch, aber einen großen Teil nimmt dieses Hin und Her dennoch ein. Auch die Gedanken um den Täter gehen hin und her. Arno Strobel weiß gut wie er den Leser verwirren kann. Seiferts Zweifel und die Kurzbeschreibung verstärken die eigenen Zweifel um den Täter nur noch. Ich war automatisch bereit auch zu zweifeln und das hielt bis zum Ende an. Dafür war auch Grund genug. Jedoch war die Aufklärung des Fall dann doch ziemlich interessant.

Was das Lesen an sich anbelangt, taten die kurzen Kapitel echt gut. Kurze Abschnitte bevorzuge ich bei Büchern, wo es sich um Krimi oder Thriller handelt. Es liest sich dann einfach flüssiger. Auch der Schreibstil war leicht verständlich. Den Überbblick verlor man auch zu keiner Zeit. Somit ein lesenswerter Thriller. Wobei ich meinen höheren Herzschlag vermisst habe. Ich wollte vor Aufregung nicht mehr abwarten können. Auch wenn die Hochspannung gefehlt hat, habe ich nun mal Blut geleckt. Trotzdem bin ich vom Schreibstil des Autors mehr als zufrieden und bin mir auch sicher es wird sich steigern.

Bei diesem Genre bin ich ebenfalls wählerisch. Nicht jedes Buch gefällt mir in diesem Bereich. So gehört diese Lektüre zu den guten. Ich werde dranbleiben und mir so bald wie möglich ein weiteres Buch des Autors ausleihen.

Fazit: Es war eine Kurzgeschichte, die mich den Schreibstil des Autors kennenlernen ließ. Lange braucht es auch nicht, um überzeugt zu werden. Mir hat die Kurzgeschichte mehr als nur gereicht. Überzeugt wurde ich schnell und auch dieser Thriller war wieder lesenswert. Für Thrillerfans genau richtig.

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

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