Donnerstag, 4. Februar 2016

Selection 02 - Die Elite von Kiera Cass

Seitenzahl: 376
Verlag: Fischer Sauerländer
Kosten: keine, da ich es aus der Bücherei ausgeliehen habe
Kindle eBook: 9,99 €
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2014

Kurzbeschreibung: Von den 35 Mädchen, die um die Gunst von Prinz Maxon und die Krone von Illeá kämpfen, sind mittlerweile nur noch 6 übrig. America ist eine von ihnen, und sie ist hin- und hergerissen: Gehört ihr Herz nicht immer noch ihrer großen Liebe Aspen? Aber warum hat sich dann der charmante, gefühlvolle Prinz hineingeschlichen? America muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Vorfall, der alles ändert.
Auch im zweiten Band der ›Selection‹-Trilogie geht es um die ganz großen Gefühle! Kiera Cass versteht es meisterhaft, das im ersten Band vorgestellte Liebesdreieck noch ein bisschen verzwickter zu machen und die Leserinnen gemeinsam mit America hin- und her schwanken zu lassen: Maxon oder Aspen? Aspen oder Maxon?

Meine Meinung: Ganze zwei Jahre hat es gedauert, bis ich endlich den zweiten Band ausleihen und lesen konnte. Meiner Meinung nach eine lange Zeit, aber umso besser, das die Autorin das Gedächtnis erfolgreich auffrischt. Es fühlte sich so an, als ob der erste Band erst wenige Tage zurückliegt und nicht zwei Jahre. Was schon mal für die Reihe und auch für den Schreibstil der Autorin spricht. 

Von den 35 Mädchen sind nur noch sechs übrig und America ist eine davon. Der erste Band war meiner Ansicht nach eine Einleitung. Hier wird alles vertieft. Am Anfang diesen Bandes ist America Maxons Favoritin. Doch was wäre schon eine Reihe, in der alles reibungslos verläuft? Natürlich wird sie daran noch einiges ändern. Vor allem America hat die ganze Sache erschwert. Sie gehört nun mal zu den Mädchen, die zwischen zwei Stühlen sitzt. Wie auch in anderen Büchern heißt es in diesem Band für sie, eine Entscheidung muss getroffen werden. Was auch völlig nachvollziehbar ist. Sie befindet sich mitten in einem Wettbewerb, in dem sie um das Herz des Prinzen kämpfen muss. Dafür muss sie sich sicher sein und darf nicht zögern. Ich habe von America erwartet, dass sie endlich Maxon zuwendet und Aspen nicht immer dazwischengrät. Sie muss mit ganzem Herzen dranbleiben. Sonst verdient sie es nicht Prinzessin zu werden. 

Maxon fand ich schon im ersten Band sympathisch und schlug mich da schon auf seine Seite. In diesem Band schleichen sich Zweifel in die Köpfe der Leser. Und das wird gekonnt rübergebracht. Ich fand mich mitten in der Situation wieder, als ich mich fragte, ob Maxon doch nicht so ein guter Mensch ist, wie er scheint? Eine wirklich gelungene Art den Leser zum Mitdenken zu bringen. Ob sich die Zweifel bewahrheitet haben oder ob Maxon wirklich ein guter Mensch ist, das sollte man selbst lesen. 

In dieser Fortsetzung gab es wohl zwei Ereignisse oder eher Geheimnisse, die mich völlig für sich einnehmen konnten. Zum einen wäre da die Sache mit Marlee. Detailliert werde ich auf Americas beste Freundin unter den Mädchen nicht eingehen, aber was da geschehen ist war echt hart zu lesen. Meiner Ansicht nach, wurde alles was vermittelt werden konnte, mehr als nur gut beschrieben und auch erschütternd dargestellt. Diesen Abschnitt und auch die darauffolgenden Offenbarungen fand ich alle ziemlich gut. Über Maxon kann man sich dadurch ein besseres Bild machen. 

Auch beim zweiten Ereignis lernt der Leser den Prinzen näher kennen. Wenn ich an Könige, Prinzen und Königreiche denke, stelle ich mir noch immer frühere Zeiten vor. Jedes Mal entglitt mir der Umstand, dass es sich hierbei um die Zukunft handelt. Im ersten Band zeigte sich die Königsfamilie als vorbildlich und glücklich. Doch was wenn nun dieses Bild mit Hintergründen bestückt wird? Ist diese Familie wirklich wie auf diesem Bild? Die Autorin lässt uns dieses Mal aus einem anderen Fenster blicken. Die nachfolgenden Tatsachen hätte ich mir nicht ausmalen können. Zumindest nicht wenn die Königsfamilie im Vordergrund steht. Im Nachhinein denkt man sich, eigentlich ist nichts anders. Vielleicht sind sie wohlhabend und keiner kann sich ihnen in den Weg stellen, aber im Grunde sind sie Menschen. Menschen wie du und ich. Auch wenn ich mich zunächst gewundert habe, kann es auch zwischen ihnen Probleme geben. Jedoch sind diese Probleme in meinen Augen unentschuldbar. Vor meinen Augen spielt sich immer wieder dieses eine Bild ab. Diese Vorstellung tut mir weh. Ich kann und werde nie verstehen, wie man so etwas tun kann. Ich zögere es in Worte zu fassen, weil ich keinem Leser die Überraschung nehmen will, aber für mich waren diese Seiten echt schwer zu lesen. 

Letztendlich hat sich nicht viel an meiner eigenen Entscheidung geändert. Wenn, ist Maxon sogar viel wertvoller geworden. Er ist ein Sohn, der besseres verdient hat. König oder Königin hin oder her. An erster Stelle sollten beide Eltern sein. Nur das ist einigen Menschen nur schwer zu erklären. So oder so, auch die schrecklichsten Wahrheiten sollte man von der positiven Seite betrachten. 

Fazit: Lange ist das Lesen des ersten Bandes her. Jedoch fühlte es sich wie gestern an. Auch wenn die Ereignisse lange zurücklagen, ich tat mich keine Sekunde schwer damit, zurück ins Geschehen zu finden. Der dritte Band ist in der Bibliothek bereits vorgemerkt. Ich kann es kaum erwarten weiterzulesen. Auch dieser Band war wieder lesenswert und empfehlenswert. Ein Muss für alle, die Abwechslung genauso sehr lieben wie ich. 

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen 

Die Reihe: 
Selection

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