Montag, 18. Januar 2016

Maybe You? Entscheide sich, wer kann! von Tina Brömme

Seitenzahl: 661
Verlag: LYX
Kosten: 5,15 €
Taschenbuch: 12,99 €
Kindle e-book: 11,99 €
Erscheinungsdatum: 02. April 2015

Kurzbeschreibung: Annika ist mit den Nerven am Ende! Gerade hat sie in der U-Bahn den Überlebenskünstler Kuschi kennen gelernt, der sie mit einem sexy Lächeln auf ein Date eingeladen hat. Kurz darauf sitzt sie bei einem Interview dem attraktiven Schauspieler Malik gegenüber, der ihr total den Kopf verdreht. Von Annikas Exfreund Tim, der ihr verspricht, sie auf Händen zu tragen, wenn sie ihm noch eine Chance gibt, mal ganz abgesehen. Die Wahl zu haben zwischen drei Männern? Klingt zu schön, um wahr zu sein? Von wegen! Denn Annika ist die schlechteste Entscheiderin der Welt! Wen soll sie bloß wählen? Malik, Kuschi oder Tim? Die Lösung liegt auf der Hand, Pardon, in der Hand – nämlich in deiner. In diesem Roman entscheidest du, wie es weitergeht! Hilf Annika!

Meine Meinung: Tina Brömme bietet dem Leser ein Buch, das uns in unsere Kindheit versetzt. Zumindest war das bei mir so. Soweit ich weiß gibt es für Erwachsene keine ähnlichen Bücher. Oder aber auch nur selten. Als Kind gab und gibt es viele Bücher dieser Art, wo man selbst entscheiden soll wie es weitergeht. 

Bis einschließlich dem dritten Kapitel liegt noch keine Entscheidungsaufforderung vor. Erst nach den letzten Sätze steht eine Entscheidung zwischen dem Schauspieler Malik, dem Videokünstler Kuschi und dem angehenden Lehrer Tim bevor. Ich persönlich würde Malik nehmen, da er genau wie ich türkische Wurzeln hat. Nur war mir ein 661 seitiges Buch viel zu schade um so viele Seiten ungelesen zu lassen. Was zunächt klug erschien, stellte sich jedoch als Fehler heraus. 


Auch wenn Annika im Laufe des Buches sich für einen Mann entscheidet, bleibt die Nebenhandlung gleich. So wurde es immer mühseliger immer wieder das Selbe zu lesen. Da dachte ich mir hätte ich mich doch einfach für Malik entschieden und gut ist. Wenn es ein nächstes Mal geben sollte, werde ich diesen Fehler nicht wiederholen. 


Die Autorin lässt dem Leser aber noch eine zweite Chance. Auch nach den Abschnitten der einzelnen Charaktere durfte eine weitere Entscheidung getroffen werden und wenn gewünscht auf einen anderen Charakter übergegangen werden, was auch wieder eine gute Idee darstellt. 


Jeder darf selbst wählen. Diese Art des Lesens darf sich gerne häufen. Jedoch würde ich das eher bei eBooks anwenden. Ich finde es bei Printbüchern viel zu schade, um die ungelesenen Seiten. Bei einer digitalen Datei ist das was ganz anderes. Da gäbe es nichts zu bedauern. 


Nach der besonderen Eigenschaft des Buches gehe ich mal auf Annika über, die sich mit Entscheidungen unheimlich schwer tut. Nicht nur zwischen ihren Verehrern, sondern auch zwischen, beispielsweise Speisen, kann sie sich doch tatsächlich oftmals nicht entscheiden. Auch wenn ich unentschlossene Menschen eher unsympathisch finde, war das bei Annika nicht so. Sie war wirklich lustig mit ihrer Art. Wobei sie dadurch ihr Leben unnötig schwer macht. Trotzdem war es schön ihr bei ihren Entscheidungen zu helfen, wobei ich mir wiederum das Leben unnötig erschwert habe. Das auch noch indem ich mich nicht an die Aufforderung gehalten habe. So werde ich meine Unvorsichtigkeit nicht dem Buch zuschreiben. 


Ich würde gerne weitere Bücher dieser Art lesen. Mir hat es Spaß gemacht die Handlung selbst lenken zu können. Um den Lesespaß tatsächlich zu erhöhen, ist dieser Schreibstil sehr passend. Sollen sich doch auch mal andere Autoren ranwagen. Tina Brömme macht den Anfang wer wird ihr folgen? 


Fazit: Als erstes will ich anmerken, dass alle anderen Leser meinem Beispiel nicht folgen sollten. Es ist viel zu langweilig wirklich alles lesen zu wollen. Dann sich viel lieber wirklich für einen Handlungsstrang entscheiden. Erst dann ist dieses Buch so richtig auszukosten. Ich hoffe es werden viele solche Bücher folgen. Mir hat diese Entscheidungsfreiheit sehr gut gefallen. 


Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

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