Samstag, 19. Dezember 2015

Ein Sommer in Tokio von Brenda St. John Brown

Seitenzahl: 346
Verlag: LYX
Kosten: 4,50 €
Taschenbuch: 9,99 €
Kindle e-book: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 07. Mai 2015

Kurzbeschreibung: Die neunzehnjährige Zosia leidet sehr unter dem Tod ihrer Mutter. Als ihr Vater ihr verkündet, dass er einen Job in Japan angenommen hat, kommt ihr der Tapetenwechsel daher gerade recht. Dass sie ausgerechnet in Tokio auf Finn O‘Leary trifft, hat Zosia allerdings nicht erwartet. Finn ging auf ihre Highschool, wo er den Ruf als unnahbarer Einzelgänger hatte. Doch nun stellt Zosia fest, dass auch Finn eine Vergangenheit hat, vor der er davonläuft. Die beiden beschließen, gemeinsam die Stadt zu erkunden, und je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto näher kommen sie sich. Und spüren bald ganz deutlich, dass dieser Sommer unvergesslich werden könnte …

Meine Meinung: Vor einiger Zeit hat Zosia ihre Mutter verloren. Den schmerzhaften Kampf gegen den Krebs hat sie verloren. Nun lebt sie mit ihrem Vater und ihrer Großmutter zusammen. In den ersten Seiten lernt der Leser die wichtigsten Charaktere kennen. Nach wenigen Seiten eröffnet Greg, Zosias Vater, seiner Tocher, den Vorschlag seiner Firma. Seine Arbeitgeber wollen ihn nach Tokio schicken. Zosias erste Reaktion ist Ablehnung. Sie kann den Gedanken nicht ertragen ihr Zuhause aufzugeben und damit auch all die Erinnerungen an ihre verstorbene Mutter. Kurze Zeit später wird aber auch ihr klar, vielleicht ist dieser Ortswechsel gar nicht mal so eine schlechte Idee. 

In Tokio trifft sie Finn wieder. Auch seine Mutter gehört zu den Arbeitnehmern, die nach Japan versetzt wurden. Zwischen Zosia und Finn entwickelt sich eine zarte Liebe. Wodurch dieses Buch zu den New Adult Romancen zählt. Bekanntlich nicht gerade eines meiner Lieblingsgenre. Wie nicht anders zu erwarten ist, ist auch hier wieder eine schwere Vergangenheit ein wichtiger Bestandteil der Handlung. 

Finns Probleme mit seinem Vater waren wirklich nicht ohne. Gewalt ist immer so eind Sache. Hier hat es mich an eine meiner Lieblingsserien erinnert. Ich fand das Ganze natürlich nicht gut. Wie auch, wenn Gewalt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart eines Menschen beeinflusst. Trotzdem wurde Finn zu keinem Charakter, der mich ganz für sich einnehmen konnte. Mein Mitgefühl weckte er, aber hat es nicht geschafft sich einen Platz in meinem Herz zu sichern. Zosia ist da schon weiter gekommen. Doch auch sie hat mich nicht von sich überzeugen können. Wobei das bei New Adult nicht weiter verwunderlich ist. 

Zosias Versuche ohne ihre Mutter weiterzumachen und ihr stetiges Vermissen, gingen mir da schon viel näher. Für mich ist es unvorstellbar was sie da beschreibt. Ich gehöre zu den Menschen, die noch keinen geliebten Menschen verloren haben. Glücklich schätze ich mich zwar, aber nichts hat eine Garantie. Genauso wie Finn, wünsche ich auch Zosia ab jetzt eine glückliche Zukunft. 

Neben Finn und Zosias Geschichte war da noch die Hauptstadt von Japan. Japan wäre auch für mich eine Stadt, die ich gerne mal bereisen würde. Die Autorin brachte die Stadt gut zur Geltung. All die Deatils der Stadt fand ich äußerst interessant und lesenswert. 

Fazit: Ein Sommer in Tokio empfehle ich denjenigen, die gerne New Adult lesen. Mir selbst also eher weniger. Zudem ist es durchaus wichtig zu erwähnen, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt. Was für manche wichtig ist. Ich konnte mich wie so oft mit den Eigenschaften des Genres nicht anfreunden. Alles andere war lesenswert. Andere Leser kann ich mir zufriedener vorstellen. 

Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 

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