Montag, 7. September 2015

Secrets 01 - Ich fühle von Heather Anastasiu

Seitenzahl: 412
Verlag: Blanvalet
Kosten: 4,50 €
Taschenbuch: 8,99 €
Kindle e-book: 7,99 €
Erscheinungsdatum: 17. November 2014

Kurzbeschreibung: Kann es ein Verbrechen sein, Gefühle zu haben?

Wut, Enttäuschung, Schmerz – Gefühle drohten die Menschheit auszulöschen. Ein Chip befreit sie nun von ihren schädlichen Emotionen. Denn selbstständig zu fühlen ist einfach zu gefährlich. Das erfährt Zoe am eigenen Leib, als plötzlich eine Störung an ihrem Chip auftritt. Zum allerersten Mal entstehen in ihrem Kopf eigene Gedanken und unaufhaltsame Gefühle. Zoe muss dieses Geheimnis um jeden Preis bewahren; sollte es gelüftet werden, droht ihr die Auslöschung. Doch dann gerät ihr Chip derart außer Kontrolle, dass sie sich nicht länger verstecken kann und für ihr Leben und ihre Freiheit kämpfen muss.

Meine Meinung: Mehr als 200 Jahre in der Zukunft lebt Zoel in einer unterirdischen Stadt. Ihr Alltag und ihr gesamtes Leben besteht aus absoluter Kontrolle. Etwas wie Menschlichkeit und Gefühle gibt es in dieser Version der Zukunft schon gar nicht nehr. Menschen sind lediglich funktionierende Lebewesen. Nicht anders als Roboter, wobei auch die sich immer weiterentwickeln. Die fehlenden Empfindungen haben mich an Nalini Singhs Mediale erinnert. Sie war die erste, die diese Idee auf den Markt brachte. Zumindest war es bei mir so. Ich war und bin noch immer restlos begeistert von ihren Büchern, so war diese Idee keine Neuigkeit für mich. Hinzu kommen aber noch andere Eigenschaften der Handlung, die mir ebenfalls vorher schon bekannt waren. Unter anderen wäre da die ahnungslose Bevölkerung, die hier wieder hinters Licht geführt wird. Wieder allzu vertraut. Als drittes ist da noch die Oberwelt, die als gefährluch bezeichnet wird. Auch wieder nichrs neues. 

Schon am Anfang merkt Zoe das sie beginnt zu fühlen. Menschen sind dazu bestimmt Gefühle zu haben, was sich auch in der Zukunft zeigt. Zu den Gefühlen gesellt sich bei Zoe, und noch einigen anderen Charakteren, die Gabe hinzu. Auch von Gaben habe ich schon viel gelesen. Bei Viellesern wird es immer schwerer überraschdn zu können. Im Grunde gab es von der Handlung her nichts neues für mich. Wem all das oben genannte bereits in der ein oder anderen Form bekannt ist, für den ist dieses Buch längst noch keine Pflichtlektüre. 

Das wohl positiviste war Zoes fester Glaube an Adrien. Als Max, ein Freund von ihr und ebenso fähig Gefühle zuzulassen, Zoe glauben lassen will, Adrien hätte sie all die Zeit belogen und betrogen, will sich der Zweifel zwar anschleichen, doch sie lässt es keine Sekunde zu. Dabei steht die Wahrheit in den Sternen, da sowas immer schwer zu sagen ist, wenn ein Buch nur aus einer Sicht geschrieben wird. Ob Max Worte zustimmen oder nicht stand für mich nicht mal an erster Stelle. Ein Mensch, der jahrelang in jedem Lebensbereich kontrolliert wird und dem die Fähigkeit zu fühlen genommen wurde, lernt erst jetzt gerade mal die einzelnen Gefühle kennen. Für Zoe ist das alles unheimlich schwer, nur dennoch ist sie in der Lage an ihren Gefühlen festzuhalten und ihrem Herzen zu folgen. Darüber war ich positiv überrascht. Das hat mir so richtig zugesagt. 

Vom Lesespaß her sah das Ganze für mich nicht berauschend aus. Spannende Passagen gab es zwar, nur hielt das nicht durchgehend an. Eher war das Lesen ziemlich durchwachsen. Mal gewannt die Handlung an Höhe, mal überwog das Dahinplätschern. Ich lese Bücher nicht um sie gelesen zu haben. Für mich und für alle anderen leidenschaftlichen Leser gilt das Selbe. Ich lese zum Vergnügen, um andere Welten zu besuchen und nicht nur gut, sondern erstklassig unterhalten zu werden. Dazu gehörte dieses Buch nicht unbedingt. 

Mehr Spannung und originelle Ideen sind dringend notwenig, vor allem da es sich hierbei um eine Reihe handelt. Zoe, Adrien und Maxs Geschichte geht weiter. Wenn der zweite Band im Deutschen erscheinen sollte, würde ich es zwar lesen, aber durchaus einiges mehr erwarten. Mit den mir bereits bekannten Ideen kann mich diese Reihe nicht begeistern. Dazu gehört viel mehr. 

Besonders aufgefallen ist mir die Widmung ganz am Anfang des Buches. Die Autorin widmet diese Geschichte ihrer Grundschullehrerin, die damals von ihr dahingekritzelte Zeilen las und meinte, eines Tages wird dein Roman veröffentlicht. Mit diesen Worten schenkte die Lehrerin etwas unheimlich wertvollen. Den Glauben an sich selbst. Ich glaube daran, dass jeder solch einen Menschen braucht. Manchmal braucht man solche Worte, um Träume zu verwirklichen. 

Fazit: Der erste Band der Reihe enthielt einige mir bereits allzu vertraute Ideen, wodurch ich keinerlei Möglichkeiten hatte mich über neue Ideen zu freuen. Lediglich Ansätze waren vielversprechend, nur muss diese Geschichte aus sich herauswachsen. Drei Sterne würde ich normalerweise vergeben, doch Zoes Glaube an die Liebe hat mich wirklich überzeugt. Sogar ich habe mehr Anzeichen von Zweifel gezeigt, als sie. Das passte so gut in die jeweilige Szene. Letztendlich ist noch alles offen. Mal sehen was die Autorin daraus macht. 

Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 

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