Freitag, 14. August 2015

Vamp City 01 - Hinter den Zeiten von Pamela Palmer

Seitenzahl: 406
Verlag: LYX 
Kosten: 5,01 €
Taschenbuch: 9,99 €
Kindle e-book: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 07. August 2014

Kurzbeschreibung: Auf der Suche nach ihrem Bruder gerät Quinn Lennox in eine dunkle Unterwelt, die nur sie sehen kann. Dort begegnet ihr der Vampir Arturo Mazza, der sie mit seinem gefährlichen Charme völlig in seinen Bann schlägt. Quinn glaubt, ihm nicht trauen zu können, doch wenn sie ihren Bruder retten will, ist sie auf seine Hilfe angewiesen.

Meine Meinung: Wieso ist es so schwer geworden Wirklich gelungene und spannende Romantic Fantasy Bücher zu finden? Vor einigen Jahren war das überhaupt kein Problem und jetzt suche ich vergeblich. Dabei dachte ich nach wenigen Worten, das könnte es sein. Leider wurde ich bitter enttäuscht. Wenn ich das erste Kapitel bewerten müsste, würde ich ohne Umschweife 5 Sterne vergeben. Doch wie sehr kann sich eine Geschichte mit zunehmender Kapitelanzahl verändern? 

Quinn ist Labortechnikerin. Von ihrem Beruf bekommt der Leser eher wenig mit, dagegen aber von den seltsamen Ereignissen in ihrer Umgebung. Seit einiger Zeit sieht sie schimmernde Ebenen. Wenn sie durch diese Ebenen fahren muss, verändert sich die Farbe ihrer Kleidung. Um unangenehmen Fragen auszuweichen, die sie sowieso nicht beantworten kann, distanziert sie sich ihren Freunden gegenüber. In ihrer Stadt beginnen Menschen zu verschwinden. Als Lily, eine Freundin ihres Bruders, ebenfalls spurlos verschwindet, machen sich Quinn und Zack auf die Suche nach ihrer Freundin. Ungewollt gelangen sie in eine Parallelwelt, in der nichts ist wie in ihrer eigenen Stadt. 

Vamp City wurde 1870 für Vampire erschaffen. Sie sollten Gefangene ihrer eigenen Stadt werden. Was sie auch sind. Jeder Autor bringt eigene Ideen mit sich. Auch Pamela Palmer machte sich den ein oder anderen Gedanken um ihre Vampire. Blut ist auch bei ihr eine Form der Nahrungsaufnahme, aber auch eine ganz andere und originelle Idee bringt sie ein. Die meisten Vampire in Vamp City sind Emora-Vampire. Sie ernähren sich unter anderem auch von Emotionen wie Schmerz, Angst und Lust. In dieser ihr fremden Welt begegnet Quinn Arturo, zu dem sie sich klassischer Weise hingezogen fühlt. 

Die Idee zur Handlung finde ich richtig gut. Alles um Vamp City ist gelungen und hat großen Potenzial. Es gab aber auch Ereignisse, die vorhersehbar waren und keinen Überraschungseffekt boten. Man muss sich das Ganze so vorstellen, dass man den Berg runterklettert. Von Kapitel zu Kapitel nahm die Spannung ab und das Lesen wurde immer mühseliger. Genau das was nicht eintreten sollte, traf mich unvorbereitet und nach solch einem vielversprechendem ersten Kapitel hätte das nicht sein müssen. 

Die Charaktere gehörten auch eher zu denen, die als normal zu bezeichnen sind. Besondere Sympathie oder Interesse brachte ich keinem entgegen. Bei einer schleppenden Handlung ist es unheimlich schwer die Charaktere zu mögen. Man hat nun mal keinen Spaß am Lesen. 

Der zweite Band soll besser sein. Zumindest deutet alles darauf hin. Der Folgeband befindet sich auch schon auf meinem SUB. Wenn es an mir läge, würde ich mir kaum die Mühe machen auch den zweiten Band zu lesen. Nur jetzt liegt er schon mal zwischen meinen ungelesenen Büchern, sodass ich auch eine zweite Chance geben werde. 

Fazit: Trotz aller Kritik können sich die Ideen der Autorin sehen lassen. Ein Musterbeispiel für Romantic Fantasy ist dieses Buch in keinster Weise, aber die Ideen sind gut. Daraus hätte mehr gemacht werden können. Genau deswegen wird auch meine Bewertung sich im mittleren Bereich befinden, weil es eben auch Lichtblicke gab. Jetzt ist es noch schwer den zweiten Band überhaupt lesen zu wollen, aber ich werde mich dazu noch animieren können.

Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternen 

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