Montag, 10. August 2015

Jette und Merle 01 - Der Erdbeerpflücker von Monika Feth

Seitenzahl: 351
Verlag: cbt
Kosten: keine, da ich es aus der Bücherei ausgeliehen habe
Taschenbuch: 8,95 €
Kindle e-book: 7,99 €
Erscheinungsdatum: 01. Dezember 2003

Kurzbeschreibung: Als ihre Freundin ermordet wird, schwört Jette öffentlich Rache – und macht den Mörder damit auf sich aufmerksam. Er nähert sich Jette als Freund, und sie verliebt sich in ihn, ohne zu ahnen, mit wem sie es in Wahrheit zu tun hat.

Meine Meinung: Vor Jahren ist mir dieses Buch aufgefallen und seit dem wollte ich es immer lesen, bin aber nie dazu gekommen. Spontan habe ich es mir dann ausgeliehen, ohne mir Gedanken um meinen SUB zu machen. Sonst käme ich zu keiner Zeit mehr dazu. 

Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Band einer Jugendthriller-Reihe. Die Altersempfehlung 14 finde ich angemessen. Sonderlich anspruchsvoll ist die Handlung nicht, was eine perfekte Basis als Einstieg ins Genre bietet. Jugendlichen würde ich es somit empfehlen. Auch wenn komplizierte Hintergedanken ausgelassen werden, kommen Themen wie Gewalt in der Familie und erste Liebe vor, nehmen auch einen relativ großen Platz ein. 

Als kurz kann ich die Kapitel nicht bezeichnen, nur in einem Stück werden sie auch nicht erzählt. Lediglich bei Jettes Sicht wird die Ich-Form verwendet. Bei allen anderen, mindestens genauso wichtigen Charakteren, die dritte Form. Die wechselnden Perspektiven machen die Handlung interessanter und auch spannender, wobei hier der Leser den Täter immer vor Augen hat. Es wird kein Geheimnis aus ihm gemacht. Nur das ist ja auch ein Jugendthriller und dient als erster Einstieg ins Genre. All das beachtend hat mich diese Tatsache nicht weiter gestört. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr flüssig und angenehm. Monika Feths Feder hat diese Selbstverständlichkeit. 

Um den Erdbeerpflücker wird kein Geheimnis gemacht. Erwähnte ich auch bereits. Seine Kindheit ist ein wichtiger Faktor für seine Taten. Entschuldigen kann er sich damit in keinster Weise, aber die Autorin liefert die Gründe für sein gegenwärtiges Verhalten. Und ja, bis zu einem gewissen Punkt brachte ich ihm auch Verständnis entgegen. Wir können von einem Mann, dessen Kindheit von Gewalt geprägt ist nicht erwarten, ein vernünftiges Leben zu führen. Manche schaffen es nun mal nicht ihre Narben hinter sich zu lassen. Manchmal werden aus diesen Kindern Straftäter. Die Schuldigen sind in diesem Fall ganz allein der Großvater und die Großmutter gleich mit, weil sie nicht den Finger gerührt hat. Ich bin nachdrücklich der Meinung eine Entschuldigung liegt nicht vor, nur bin ich unheimlich verärgert auf solche Familienmitglieder. Wie können sie nur. Verwundert war ich somit nicht das solche Nachfolgen daraus entstanden. Drei Leben sind für nichts und wieder nichts erloschen. Wieso? Weil ein Großvater der Meinung war man müsste den Enkel züchtigen. Das ist wohl eins der Themen, die mich rasend machen. Ich kann mich da nicht zurück halten. 

Diese Geschichte kam mit dem letzten Satz zum Ende, doch die Charaktere verlassen uns nicht. Es gibt noch weitere sechs Bände, in denen Jette als Protagonisten fungiert wird und auch ein Wiedersehen mit anderen Charakteren mit von der Partie sein wird. 

Fazit: Die wichtigste Frage ist, war dieser Band so gut, dass ich die Folgebände lesen will? Meine Antwort ist ein klares Ja. Eine Leseempfehlung spreche ich aus und bin selbst auch bereit mich in den zweiten Fall zu stürzen. 

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

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