Donnerstag, 13. Februar 2014

Earth Girl 01 - Die Prüfung von Janet Edwards

Seitenzahl: 446
Verlag: rororo
Kosten: 4,50€
Taschenbuch: 9,99 €
Kindle e-book: 9,99 €
Erscheinungsdatum: 01. September 2012

Kurzbeschreibung: Sie kommt von der Erde. Ihr Schicksal steht in den Sternen. Jarra ist ein «Earth Girl». Während sich der Rest der Menschheit aufmacht, fremde Galaxien zu entdecken, ist Jarra zu einem Leben auf dem alten Heimatplaneten verdammt: Aufgrund eines Gendefekts kann sie nicht teleportieren. Sie gehört zu den Ausgestoßenen, den Wertlosen. Aber Jarra hat einen Traum: Sie will normal sein, will wie alle anderen studieren. Ihre Leidenschaft ist die Frühgeschichte – der faszinierende Zeitraum vor Erfindung der Portaltechnik. Damals lebten die Menschen in riesigen Städten wie New York, die heute nur noch Ruinen sind. Um ihren Traum wahr werden zu lassen, muss Jarra ihre Identität ver­leugnen. Sie ist bereit, diesen Preis zu zahlen. Doch als ein schreckliches Unglück droht und nur Jarra es aufhalten kann, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich so erstrebenswert ist, normal zu sein ...

Meine Meinung: 800 Jahre nach unserer Zeit hat sich die Erde bis zum Jahr 2789 vollkommen verändert. Es gibt nur weniges was gleichgeblieben ist und eine große Menge an neuen Entwicklungen. Bekannt sind Tiere wie Wölfe oder Instrumente wie eine Gitarre. In dieser fernen Zukunft brauchen die Menschen keine Flugzeuge mehr um große Strecken zurückzulegen. Portale sind erschaffen worden. Ähnliche Fortbewegungsmittel wie wir sie aus Fantasybüchern kennen sind nun keine Magie mehr sondern Wirklichkeit. Auch sind nun weitere Planeten bewohnbar geworden. Die Planeten müssen dennoch erst strengen Tests unterzogen werden. Menschen die unter einer Immunschwäche leiden, können die Erde nicht verlassen. Sie werden innerhalb der Gesellschaft als behindert bezeichnet. Für mich als Leserin völliger Unsinn. 
Jarra ist einer dieser behinderten Menschen. Dennoch bestrebt sie nur eins: Sie will den normalen, gesunden Menschen beweisen das sie unrecht haben mit ihren Beschimpfungen. Somit geht sie nicht den herkömmlichen Weg den ihre Altersgenossen gehen, sondern mischt sich unter die "normalen" Menschen. In der Asgard University beginnt sie Geschichte zu studieren. 

An diesem Buch ist so ziemlich alles ungewohnt. Kuppeln und eine Regierung die ihre Bürger belügt und tauscht, sind in den in der Zukunft spielenden Büchern schon sehr vertraut. Es geht schon so weit, dass ich keine Lust mehr auf diese Bücher habe. Immer wieder das gleiche, kann dazu gesagt werden.
Jarras Geschichte, in der der Leser direkt angesprochen wird, gibt es viele neue Ideen. Das Interessanteste davon sind wohl die Ausgrabungen, an denen auch die Studenten teilnehmen. Mich haben Ausgrabungen schon immer fasziniert. Allein was alles gefunden werden könnte löst Aufregung in mir aus. 


Jarra und ihre Klasse dürfen ebenfalls mitwirken. Die Aufstellung der Team innerhalb des Kurses und alles was danach folgt waren spannend. Ich habe mal wieder ein Science Fiction Buch gelesen, das abwechslungsreich und mit neuen Ideen bestückt ist. 

Kein Charakter hat es geschafft besonders sympathisch rüberzukommen. Das und einige andere Sachen haben gefehlt, um diesen ersten Band zu einem wahren Leseerlebnis zu machen. Das Potenzial war mit Sicherheit da. Ein wenig gestört hat mich auch, dass Jarra irgendwie alles wusste. Klar sie interessiert sich für Geschichte, aber sie wurde schon etwas zu perfekt beschrieben. Nur eine einzige Sache im gesamten Buch konnte sie nicht. Das war wohl etwas übertrieben für mich. Das sind weiterhin Menschen und keine übernatürlichen Wesen. Etwas unerfahrener hätte Jarra schon sein können. Ihrem Dozenten ist das ebenfalls aufgefallen. Mit diesen Worten macht er darauf aufmerksam: 
"Alle mal herhören, prägen Sie sich diesen Moment gut ein. Wir haben tatsächlich etwas gefunden, das Jarra nicht kann."
Fazit: Wegen der eher mittelmäßigen Meinungen zum Buch war ich schon der Annahme ich hätte einen Fehlkauf gemacht. Doch schnell schlug diese Meinung in Gewissheit um. Ich wusste nach wenigen Seiten, das dieses Buch nicht den vielen anderen Büchern auf dem Markt ähnelt. Ich durfte ein Buch lesen, das sich mit vielem unterscheidet und das wirklich gelesen werden sollte. Vor allem von denjenigen, die von Kuppeln inzwischen genug haben. 

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen