Mittwoch, 29. Januar 2014

MacKenzies 01 - Kein Lord wie jeder andere von Jennifer Ashley

Seitenzahl: 363
Verlag: LYX 
Kosten: 4,95 € (Mängelexemplar)
Taschenbuch: 9,99 €
Kindle e-book: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 13. September 2012

Kurzbeschreibung: Die junge, reiche Witwe Beth Ackerley ist nach einsamen Jahren endlich wieder verlobt. Doch dann begegnet ihr der attraktive Lord Ian Mackenzie und enthüllt ihr das skandalöse Doppelleben ihres Zukünftigen. Beth löst die Verlobung und geht nach Paris, wo sie MacKenzie wiedertrifft. Dieser stammt aus einer Familie von Exzentrikern, die für ihre Skandale berüchtigt sind, und steht selbst in dem Ruf, wahnsinnig zu sein. Keine ehrbare Frau würde sich freiwillig in seine Gesellschaft begeben. Und dennoch fühlt sich Beth unwiderstehlich zu dem schottischen Lord hingezogen. Da wird dieser von seiner dunklen Vergangenheit eingeholt.

Meine Meinung: Vor einigen Jahren habe ich Bücher von Jennifer Ashley gelesen. Sie war auch der Grund, weswegen ich auf diese Reihe aufmerksam wurde. In Erinnerung hatte ich, dass sie Bücher schreibt, die mich damals gut unterhalten haben. So habe ich auf die Gelegenheit gewartet, den ersten Band dieser Reihe zu kaufen. 

In jedem Band findet einer der MacKenzie Brüder sein Glück. Ein gewohnter Ablauf, was so einige Bände zur Zeit betrifft. Hier ist der Unterschied das Genre Romantic History und auch, das jeder MacKenzie für sich eine Vergangenheit hat. Meistens finden sie ihr Glück erst später, aber hier hat jeder von ihnen mal die Liebe kennengelernt. Bis auf Ian. Erneut ist es so, dass die Brüder sich voneinander unterscheiden. Eigentlich könnte jeder sich darunter etwas vorstellen. Zumindest diejenigen, die solche Geschichten zuvor gelesen haben. 

Der Titel hebt sich hier besonders hervor. Was ist an diesem Lord anders? Ja, Ian ist tatsächlich anders. Schon allein sein Verhalten. Darüber müsste ich viel schreiben, um zu erklären wieso er anders ist. Das ist etwas, was jeder Leser selbst rausfinden sollte. 
Ich lese zwar wenige historische Romane, aber bisher hatten sie alle etwas gemeinsam. Die Frauen, hier ist es Beth, verhalten sich nicht so, wie es von ihnen verlangt wird. Somit hat Beth ganz andere Ansichten und lässt sich die auch nicht nehmen. 
Also hebt sich wohl Beth, als auch Ian hervor. Der Titel passt somit sehr gut. 

Sympathie konnte ich für beide Charaktere nicht wirklich empfinden. Bei Beth ist es leicht zu erklären. Inzwischen gibt es zu viele weibliche Charaktere die ihr ähneln. Da sollte es doch schon etwas geben, was sie zu einem besonderen Charakter macht.
Nicht nur Ian, sondern die MacKenzies werden als Unglück bringend bezeichnet. Speziell Ian wird als verrückt bezeichnet. Das, weil er eine geraume Zeit lang in einer Nervenanstalt verbracht hat. Hier stelle sich die Frage was der Grund dafür war. Der Leser erfährt wieso und das Jahr 1881 und damit die früheren Ansichten der Menschen, werden verdeutlicht. Einiges hatte ich nicht erwartet. In meiner Zeit denke ich persönlich nicht in diese Richtung und mir fällt es dementsprechend schwer überhaupt zu lesen wie grausam Menschen sein können, wenn mal etwas nicht ihren Ansichten entspricht. 

Mit Ians Zeit in der Nervenanstalt und dem Davor und Danach wird hier etwas sehr interessantes erzählt. 

Auch fand ich nicht nur die Vergangenheit von Ian und seinen Brüder interessant auch die Gegenwart im Buch war unterhaltsam. Seit Jahren versucht ein Inspektor zu beweisen, dass Ian oder Hart, der Bruder von Ian, für zwei Morde verantwortlich sind. So muss auch dort die Wahrheit ans Licht kommen. Darum bemüht sich Beth und es ist interessant was dabei rauskommt. Mehr als nur die Wahrheit kann gesagt werden. Denn es gibt auch einen Grund wieso der Inspektor sein Ziel unbedingt erreichen will. 

Ich kann nicht sagen, dass die Autorin keine Handlung miteinbringt. Das Leben der MacKenzies scheint interessant zu sein und die weiteren Brüder gibt es da auch noch. Eher glaube ich das Romantic History mich nicht wirklich dazu bringen wird, mal 5 Sterne zu vergeben. Gerne lasse ich mich überraschen und würde mir das wünschen. Ich glaube ich brauche mehr Aktion und fesselnde Spannung, die ich in diesem Band nicht ganz finden konnte. 

Fazit: Dieses Buch hat mich gut unterhalten. Dennoch bin ich mir sicher das Jennifer Ashley besseres schreiben kann. Vielleicht werden mir die anderen Bände besser gefallen. So ganz vom Hocker hat mich diese Geschichte nicht gerissen. 

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

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