Mittwoch, 22. November 2017

Deep Blue Eternity von Natasha Boyd

Seitenzahl: 456
Verlag: LYX
Kosten: 3,99 €
Taschenbuch: 9,99 €
Kindle eBook: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 04. Februar 2016

Kurzbeschreibung: Als Olivia Baines zwölf Jahre alt war, wurde ihre ältere Schwester Abby von einem Unbekannten ermordet. Sechs Jahre später leidet Olivia immer noch schwer unter dem Ereignis. Der Schmerz ist so stark, dass sie nur einen Ausweg sieht: Sie flüchtet an einen Ort, wo ganz sicher niemand nach ihr suchen wird. Das verlassene Cottage ihrer Großmutter liegt auf Daufuskie Island, im Südosten der USA. Doch Olivia hat nicht damit gerechnet, dass das Cottage bereits bewohnt ist. Tom ist alles andere als begeistert, als sie auf der Insel auftaucht. Die junge Frau erinnert ihn an das dunkelste Kapitel seiner Vergangenheit, vor dem er seit sechs Jahren davonläuft - und das ihn jetzt eingeholt hat.

Meine Meinung: Zum Inhalt an sich will ich nicht viel sagen. Die Kurzbeschreibung reicht da völlig aus, um einen ersten Eindruck zu vermitteln. Der Schreibstil der Autorin lässt sich wirklich sehr angenehm lesen. Ich fühlte mich während des Lesens wirklich wohl und hatte keinerlei Schwierigkeiten in die Handlung reinzufinden. 

Zumal es hierbei unter anderem auch um ein Thema geht, dass nie an Aktualität verlieren wird, solange es Menschen wie Olivias Onkel gibt. Zumindest verlässt Olivia ihr Zuhause und will sich von dem Verschwinden ihrer Schwester und den damit verbundenen Ereignissen entfernen. Man erwartet von sich sorgenden Eltern, dass sie sich wenigstens bemühen ihre Tochter zu finden und zurück nach Hause zu holen. In Anbetracht der Tatsachen und weil Olivia und auch Abby kein Verständnis oder Unterstützung ihrer Eltern erwarten dürfen kam es jedoch zu den im Buch geschilderten Erlebnissen. Es darf sich nicht gewundert werden, dass Kinder sich gänzlich von ihren Eltern abwenden, wenn diese Ihnen keinen Halt bieten. Weswegen sich unnötig darum bemühen bei den Eltern zu bleiben, wenn diese sich kein einziges Mal für einen eingesetzt haben. Auch wenn so ein überstürztes Verlassen des Zuhauses von seiten Olivias zunächst als falsch betrachtet werden könnte, ist es das in meinen Augen keine Sekunde. Das wird im Laufe der Handlung sogar bestätigt, da ihre Eltern tatsächlich bis zum Ende nicht aufgetaucht sind um ihre Tochter zurückzuholen. 

In diesem Buch geht es hauptsächlich um den Versuch die Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen. Dieser Vorsatz gilt sowohl für Olivia, die sich auf die Insel begibt, auf der damals ihre Großmutter gelebt hat und mit der sie eine damalige glückliche Kindheit verbindet. Als auch für Tom, der seinerseits eher existiert statt das Leben zu genießen. Ihre Wege kreuzen sich, um füreinander da zu sein. Dementsprechend wechselt sie Sichtweise im Buch zwischen Tom und Olivia hin und her. Was wieder mal dazu führt, dass der Leser einen optimalen Eindruck über die Charaktere bekommt. 

Dies ist das erste Buch der Autorin für mich. Auf meinem SUB liegen die ersten beiden Bände einer Reihe von ihr. Das Lesen hat mir Spaß gemacht, sodass dieser Einzelband eine gute Basis für den Auftakt der Reihe darstellt. Ich bin gespannt was mich noch so erwartet. 

Fazit: Olivias Geschichte löste bei mir Zustimmung aus. Ich konnte sich verstehen und auch ihre Handlungsweise nachvollziehen. Hier wird ein ernstes Thema erzählt, das aber nicht allzu dramatisch ist. Meiner Meinung nach ein gelungenes Buch. Eine klassische vier Sterne Lektüre. 

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

Dienstag, 21. November 2017

Mila von Anita Leonhard

Seitenzahl: 364
Verlag: Martin Bühler Publishing
Kosten: kostenlos
Taschenbuch: 12,90 €
Kindle eBook: 2,99 €
Erscheinungsdatum: 04. Dezember 2015

Kurzbeschreibung: Mila wird als Säugling an einer Klosterpforte abgegeben und von Nonnen aufgezogen. Als sie 18 Jahre alt ist, holt die Mutter sie ab und will sie zur Prostitution zwingen. Mila flieht und arbeitet am Fließband. Dort lernt sie Abdullah kennen. Bald heiratet sie ihn in einer muslimischen Zeremonie, nicht ahnend, dass sie ohne standesamtliche Trauung weder in Deutschland noch in der Türkei rechtsgültig verheiratet ist. Sie leben in einem ausgebauten Schafstall und bekommen vier Kinder. Als Abdullah arbeitslos wird, schiebt ihn die Behörde in die Türkei ab. Mila verliert ihren Ernährer und ihr Zuhause.

Zwei Jahre später, Mila hat inzwischen wieder festen Boden unter den Füßen, meldet sich Abdullah aus Istanbul. Obwohl Mila Arbeitsplatz und Wohnung hat, beschließt sie ihren Kindern den Vater zurückzugeben und zieht nach Istanbul. Dort muss Mila erfahren, dass Abdullah schon während der Zeit ihrer vermeintlichen Ehe mit einer anderen Frau verheiratet war. Mila will nach Deutschland zurückkehren. Das ist jedoch nicht möglich, weil sie als staatenlos gilt und deshalb ihren abgelaufenen Fremdenpass nur in Deutschland verlängern lassen könnte.

Nach einem schweren Nervenzusammenbruch muss sie von Abdullah und einem Armenarzt zu Hause betreut werden, weil für einen Krankenhausaufenthalt kein Geld da ist. Als Mila ihre lange Krankheit überwunden hat, ist sie erneut schwanger; es wird ein Junge. Abdullahs kinderlose Ehefrau würde gegen einen größeren Betrag in eine Scheidung einwilligen, Abdullah kann das Geld jedoch nicht aufbringen.

Als Abdullah eines Tages mit seiner Frau verschwindet, verliert Mila die Wohnung. Ihre Kinder werden in Heimen untergebracht. Sie soll sie erst wiederbekommen, wenn sie Arbeit und Wohnung nachweisen kann. Das gelingt ihr schließlich mit Hilfe einer deutschen Frauengruppe. Sie nimmt den Namen Leyla an und kann die türkische Staatsbürgerschaft erwerben.

Leyla lernt den Handwerker Haydar kennen, die beiden werden ein Paar. Haydar erbt den kleinen Bauernhof seiner Eltern in Ostanatolien, den sie in der Hoffnung auf ein besseres wirtschaftliches Auskommen bewirtschaften. Während der älteste Sohn zur Guerilla in die Berge geht, stürzen mehrere Dürrejahre in Folge die Familie in Schulden, die sie schließlich nur begleichen kann, indem sie eine der Töchter mit dem Dorfschmied verheiratet…

Meine Meinung: Man sollte wirklich genau überlegen welches eBook sich man kauft und welches nicht. Die oft kostenlos angebotenen verleiten den Leser dazu, sich Bücher anzuschaffen, die einem möglicherweise doch nicht gefallen werden. Dieses eBook fällt bei mir unter dieses Beispiel. In Zukunft werde ich mich daran erinnern und versuchen solche Käufe zu vermeiden. Das einzig positive ist eindeutig kein Cent ausgegeben zu haben. Ungern hätte ich den vollen Preis gezahlt und säße jetzt mit einem eBook da, was mir überhaupt nicht gefällt. 

Dabei vergebe ich selten einen Stern. In den letzten Jahren, in denen ich bereits Bücher rezensiert habe waren nur wenige mit dabei. Jedoch gibt es hier so einige Gründe dafür. 

Ein eBook heißt nicht, dass man die Rechtschreibung völlig außen vor lassen sollte. Für mich sind eBooks genauso wertvoll wie gedruckte Bücher. So fand ich ich es an erster Stelle sehr schade, dass dieser Wert hier unter ging. Die Wörtliche Rede war wirklich schrecklich. Teilweise wusste man überhaupt nicht wo die eine Person seinen Redefluss beendete und die andere Person anfing zu reden. Das Geredete ging scheinbar ineinander über. Eine weitere Anmerkung wäre zu den fehlenden Absätzen. Diese sind dazu da, dem, Leser das Lesen angenehm zu gestallten. Bei dieser Formatierung hat man verzweifelt darauf gewartet bis mal wieder ein Absatz kam. Vergeblich. Sie waren nur selten eingefügt. 

Inhaltlich began es dabei recht vielversprechend. Zumindest trifft das auf einige wenige Seiten am Anfang zu. So richtig habe ich nicht verstanden weswegen die Götter Milas Leben beobachteten, sie aber in einem Kloster aufwuchs, in dem an einen Gott geglaubt wird? Was ja auch bei den Türken so ist. Die Verbindung dazu leuchtete mir nicht ein und es wurde immer gewöhnungsbedürftiger. Die einzig guten Beschreiben waren die Reflektion der Nachkriegszeit. 

Meine Motivation zum Lesen nahm von Seite zu Seite ab. Hinzu kommt auch noch, dass die Ereignisse sich sehr plötzlich weiterentwickelten. Auch da wurde einem das Lesen unnötig erschwert. 

Bedauerlicherweiser habe ich noch mindestens zwei eBooks des Herausgebers auf meinem SUB. Seelisch entferne ich mich immer weiter weg von diesen und hoffe, dass all dass in den anderen Büchern besser gemacht wurde. So gesehen könnte ich es darauf anlegen und in naher Zukunft die Bücher mal lesen, um herauszufinden ob meine Befürchtungen bestätigt werden oder, und diese Option bevorzuge ich, ob ich positiv überrascht werde. 

Fazit: Mein dringender Wunsch wenn es ums eBooks geht ist ganz klar herauszulesen. Eine digitale Version heißt nicht, dass man sich solche Sachen erlauben darf. Lesen ist für mich eine Leidenschaft. So hat mich die Formatierung echt enttäuscht. Mit der Zeit, die mit dem Lesen dieses Buches einhergeht, kann man, und sollte man auch, etwas besseres anfangen. 

Meine Bewertung: 1 von 5 Sternen 

Donnerstag, 16. November 2017

Level 26 01 - Dunkle Seele von Anthony E. Zuiker

Seitenzahl: 425
Verlag: Bastei Lübbe
Kosten: kostenlos
Taschenbuch: 11,42 €
Kindle eBook: 7,49 €
Erscheinungsdatum: 28. November 2009

Kurzbeschreibung: Strafverfolgungsbehörden teilen Mörder in verschiedene Kategorien der Bösartigkeit ein, angefangen bei Zufallstätern der Stufe 1 bis hin zu Folterern und Schlächtern der Stufe 25, deren Grausamkeit und Perversität sich dem normalen Begriffsvermögen entziehen. Kaum jemand weiß, dass eine neue Kategorie entstanden ist, eine unvorstellbare und bisher unbekannte Dimension des Schreckens. Und nur jene namenlose Elitetruppe von Männern und Frauen, die in keiner offiziellen Akte geführt wird und deren Aufgabe es ist, die gefährlichsten Killer und Psychopathen der Welt auszuschalten, weiß von dieser neuen Kategorie. Eine Kategorie, in die bislang erst eine Person gehört. Seine Opfer: Jeder Seine Methoden: Alles, was ihm geeignet erscheint Sein Alias: Sqweegel Seine Einstufung: Level 26. 

Meine Meinung: Empfohlen wurde mir das Buch von einer Freundin, als wir das Buch in einer Bibliothek gesehen haben. Daraufhin dachte ich mir, es würde ja nicht schaden es mitzunehmen. Kurz darauf habe ich es geschafft es zu lesen. 

Thriller haben es bei mir nicht einfach. Das mal vorweg gesagt. Zu meinen Lieblingsautoren in diesem Genre zählen vor allem Tess Gerritsen und Sebastian Fitzek. Wer mindestens eine der beiden Autoren kennt, weiß worauf ich wert lege. Ich lese gerne ausführlich beschriebene Szenen. Die Spannung wird erst durch die grausammen Beschreibungen aufgebaut. Leser, die an ähnliches gewöhnt sind und in diesem Bereich Gefallen finden, die werden dieses Buch eher schwächer bewerten. Einen Vergleich ziehe ich nicht, aber meinen Maßstab führe ich auf, damit meine letztendliche Bewertung nachzuvollziehen ist. 

Der grundlegende Aufbau des Thrillers ist durchaus als gut zu bezeichnen. Die Rahmenbedingungen für Spannung sind damit schon mal gegeben. Jetzt geht es an die Umsetzung. Und an dieser Stelle ist auch meine Kritik angebracht. Der Autor schafft es länger als die Hälfte des Buches nicht mich dazu zu bewegen mich mitten im Geschehen zu fühlen. Von einem Thriller sollte wenigstens Gänsehaut erwartet werden können. Ausgelöst wird diese natürliche Reaktion beim Lesen eines guten Thrillers erst in den letzten 150 Seiten. Das ist für meinen Geschmack und für meine Erwartungen eindeutig zu spät. Spannungsaufbau ist alles was einen Thriller ausmacht. Der Prolog wäre die erste Gelegenheit gewesen, den Leser so richtig einzubeziehen. Im Nachhinein hätte ich mich gerne mit Neugierde auf die weiteren Kapitel gestürzt. 

Auf der anderen Seite sehen viele Leser die Bücher meiner Lieblingsautoren in diesem Genre als brutal an und meiden diese Bücher lieber. Gerade für diese Leser könnte dieses Buch, was zudem noch der erste Band einer Reihe ist, genau das Richtige sein. 

Die sehr kurz gehaltenen Kapitel, sie umfassen im Durchschnitt drei Seiten, erleichtern das Lesen enorm. Wenn längere Seiten auf mich gewartet hätten, bin ich mir nicht sicher ob ich das Buch zu Ende lesen könnte. Ich schließe es zwar nicht gänzlich aus, aber momentan habe ich nicht vor mich mit dem nächsten Band zu befassen. Der Schreibstil wird sich schließlich nicht groß verändern. Zumindest sind das meine Annahmen. 

Fazit: Zu empfehlen ist dieser Thriller den Lesern, die gerne Bücher lesen, in denen die Grausamkeiten nicht unbedingt detailliert beschrieben werden. Meiner Meinung nach sind sie die passende Zielgruppe. Ich wiederum bevorzuge ausführliche Beschreibungen, sodass ich mich beim Lesen etwas fehl am Platz gefühlt habe. Oftmals habe ich auf eine Steigerung gewatet. Aufgetreten ist sie auch, aber noch lange nicht im erwarteten Ausmaß. 

Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 

Montag, 13. November 2017

Hamburger Nächte 01 - Diener ihrer Lust von Kerstin Dirks

Seitenzahl: 31
Verlag: Rowohlt
Kosten: kostenlos
Kindle eBook: kostenlos
Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2016

Kurzbeschreibung: Nüchtern, pragmatisch, kühl – diese Frau macht ihn einfach fertig. Lukas wagt es kaum noch, seiner strengen Chefin in die Augen zu sehen. Dabei findet er sie besonders sexy, wenn sie wütend ist, und das ist sie in letzter Zeit besonders oft. 
Doch eines Abends trifft er sie ausgerechnet in seiner Lieblingsbar. Angetrunken. Einsam. Was ist los mit ihr? Sein Verlangen lässt ihm keine Wahl: Er spricht sie an …

Meine Meinung: Nachdem ich wieder unter den Lesenden bin habe ich mir heute Abend mal eine Kurzgeschichte vorgenommen und es auch in relativ kurzer Zeit durchgelesen. 31 Seiten sind auch nicht unbedingt viel. 

In Anbetracht der Seitenzahl der Kurzgeschichte sollte man nicht zu viel Rahmenhandlung erwarten. Das nötigste wird eingebracht, aber auch nicht mehr. Wobei das bei einer Kurzgeschichte völlig verständlich ist. Wenn es dann auch noch um eine erotische Kurzgeschichte geht, halten sich die Erwartungen selbstverständlich im Rahmen. Schließlich will der Leser, dass die Charaktere eher schnell zur Sache kommen statt es unnötig in die Länge zu ziehen. 

Nachdem die Rahmenhandlung geschaffen war, folgte nach einigen Seiten die eigentliche Handlung. Kurzgeschichten beschreibe ich immer als geeignet für Zwischendurch. So war es auch hier. Für eine kurze Zeit war die ebenso kurze Handlung zwischen den Charakteren ziemlich gut geeignet. Wer sich mal ein kleines Häppchen vornehmen will, der kann hierbei nichts falsch machen. Das eBook ist weiterhin kostenlos verfügbar. So viel kann man also nicht falsch machen. 

Weitere Teile gibt es jedoch auch, aber wenn ich gefragt werden würde, ob ich mir diese zulegen will, würde ich ganz klar mit Nein antworten. Auch wenn ich nicht viel erwarte, lohnt es sich dann doch nicht 99 Cent auszugeben. Als schlecht würde ich die Geschichte nicht unbedingt bezeichnen. Das Prickeln zwischen den Charakteren hat mich durchaus erfasst, was bei weitem nicht immer der Fall ist. Nur hätte es besser gemacht werden können für eine bessere Bewertung. 

Fazit: Die Kurzgeschichte ist kostenlos und somit durchaus lesenswert. Es hätte gerne einige Seiten länger sein können, um die Lust zwischen den Charakteren weiterzutreiben. So war es recht kurzweilig und man hat dann doch mehr erwarte. 

Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 

Freitag, 30. September 2016

TURT/LE - Dunkle Hoffnung von Michelle Raven

Seitenzahl: 160
Verlag: LYX
Kosten: 3,99 €
Taschenbuch: 6,99 €
Kindle eBook: 3,99 €
Erscheinungsdatum: 03. August 2016

Kurzbeschreibung: Seit Monaten sucht der Computerspezialist "I-Mac" MacPhearson nach dem Navy SEAL Red, der bei einem Einsatz verschleppt wurde und seitdem von Terroristen gefangen gehalten wird. Als I-Mac neue Hinweise auf seinen Aufenthaltsort erhält, beschließt er, selbst nach Afghanistan zu reisen. Die Afghanin Nurja, die in den USA lebt und für die I-Mac seit Langem tiefe Gefühle hegt, weigert sich, ihn allein dorthin fliegen zu lassen. Seine Haut ist zu hell, seine Haare zu rot, und die Sprache beherrscht er auch nicht. Doch die Rückkehr in ihre Heimat weckt augenblicklich schreckliche Erinnerungen in Nurja. Und während sie auf der Suche nach Red immer tiefer ins Land vorstoßen, erkennt I-Mac, dass Nurja erst für eine Zukunft mit ihm bereit sein wird, wenn sie mit ihrer Vergangenheit in Afghanistan ein für alle Mal abschließen kann

Meine Meinung: Kennt ihr das Gefühl ein Buch über vertraute Charaktere zu lesen, wo es einem richtig warm ums Herz wird? Mich überkommt bei dieser Reihe, genauso war es auch bei den Huntern, jedes einzelne Mal das selbe Gefühl. Hier fühle ich mich eins ums andere Mal am richtigen Platz. Bei dieser Kurzgeschichte war es exakt genauso. Ohne Unterschied.

Eingeordnet wird dieser Teil der Reihe zwischen den vierten und fünften Band. Dort passt es nun mal am Besten hin. Ohne viel Aktion schafft es Michelle Raven ein weiteres Mal zu überzeugen. Sonst bringt sie immer große Spannung ins Spiel. In diesem Teilt hält sie die Geschehnisse viel ruhiger. Dabei baut sie die notwendige Brücke zum nächsten Band. Trotzdem ist es eine nötige Geschichte, die sich der Haupthandlung gut anpasst.

Wie alle anderen Charaktere vor ihnen auch, kennt der Leser Nurja und I-Mac ebenfalls eine ganze Weile. Beide schlossen wir schon längst ins Herz. Inzwischen wünscht man sich nur noch ihr gemeinsames Glück. Der Weg hierhin war holprig und lang, aber nun sind wir alle gemeinsam am Ziel angekommen.

In dieser Kurzgeschichte versucht I-Mac auf eigene Faust rauszufinden wo Red gefangen gehalten wird. Wie weit sein Plan aufgeht oder ob er überhaupt weiterkommt, erfährt jeder beim Lesen. Nur lege ich jedem ans Herz, vor dem fünften Band diesen Teil unbedingt zu lesen. Ohne sollte die Fortsetzung nicht an die Reihe kommen.

Ich habe mich erneut beim Lesen unheimlich wohl gefühlt. Die Vertrautheit und Wärme stellten sich in den Vordergrund. Ich liebe diese Reihe. Der Zusammenhalt der SEALs und TURTs ist atemberaubend. Die Gefahr ist kein Zuckerschlecken. Und die Gefühlen gehen ganz tief. Somit ist alles enthalten, was ein gutes Buch im Bereich des Romantic Thrills ausmacht. Michelle Raven kann ihr eigenes Niveau halten. Jetzt kann ich es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen.

Fazit: 160 Seiten bieten wenig Platz, um große Aktionen einzubringen. Doch auch mit kleineren Aktionen schafft es Michelle Raven den Leser zu fesseln. Er Geschmack dieser Geschichte ist kaum zu unterscheiden. Auch mit kleineren Happen schmeckt es trotzdem genauso gut. Obwohl dieser Vergleich jetzt eher einer Nachspeise ähnelt, ist es eine hervorragende Grundlage, um sich der Fortsetzung zu widmen.

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen 

Donnerstag, 29. September 2016

Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes

Seitenzahl: 520
Verlag: Wunderlich
Kosten: keine, da ich es aus der Bibliothek ausgeliehen habe
Gebundene Ausgabe: 19,95 €
eBook: 16,99 €
Erscheinungsdatum: 24. September 2015

Kurzbeschreibung: Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verloren hat, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Kraft, Kraft zu kämpfen, für sich, für das, was Will ihr hinterlassen hat, für ein ganz neues Leben.

Meine Meinung: Eine Fortsetzung zu Ein ganzes halbes Jahr hatte ich nicht erwartet. Wäre es nötig gewesen? Nicht unbedingt. Ich hätte nicht darauf gedrängt. Jeder kann sich ausmalen wie Lous Leben im Großen und Ganzen weitergeht. Nach so einem großen Verlust ist ein Neuanfang schwer zu realisieren. Dazu kann sich Lou verständlicherweise auch nicht aufraffen.

Wills Entscheidung im ersten Band ist ein umstrittenes Thema. Verurteilen steht uns gesunden Menschen an erster Stelle, meiner Meinung nach, in keinster Weise zu. Keiner von uns kann nachvollziehen was in solch einem Menschen vorgeht. Will konnte der Leser ziemlich gut kennenlernen. Wenn man sein früheres Leben vor Augen nimmt, kommt das Weiterleben für ihn nicht in Frage.

Ich persönlich will mich hier auch gar nicht festlegen wie ich handeln würde. Ich kann nur vom Herzen hoffen, lieber Gott lass mich zu keiner Zeit meines Lebens so verzweifelt und ausweglos zurück. Vorstellen will ich mir so eine endgültige Entscheidung gar nicht.

Für Will war seine Entscheidung eine Flucht. Hinter ihm lies er seine Eltern, die jeder für sich versuchen mit der Situation klarzukommen. Seine Mutter hat es wohl am schwersten. In diesem Buch über sie zu lesen war wirklich nicht einfach. Sie hat jegliche Hoffnung verloren. Genau so versucht sie auch zu leben. Ohne Hoffnungsschimmer und auch nur einem kleinen Lichtblick. Der Vater hat es da schon leichter. Was auch für Lou gilt. Obwohl sie es anfangs so schwer hat.

Der erste Band liegt bei mir schon sehr weit zurück. Die Erinnerungen wurden bei mir mit dem Film erfrischt. Übrigens einer der besten Buchverfilmungen. Das Buch hätte nicht besser auf die Leinwand gebracht werden können. Umso leichter war es mich dieser Fortsetzung zu widmen.

Das Lesen hat auch durchaus Spaß gemacht. Zu den neuen Entwicklungen will ich nicht viel verraten. Jeder soll sich selbst überraschen lassen. Nur hätte ich gewollt, dass Will diese Entwicklung miterlebt. Vielleicht hätte er dadurch umstimmt werden können. Wer weiß, womöglich hätte sich alles wenden können. Doch sich solchen Gedanken zu verschreiben ist unnötig. Rückgängig kann man den Tod nicht machen.

Getoppt kann der erste Band natürlich nicht. Erwarten kann man das auch nicht. Ein ganzes halbes Jahr, war schon ein Buch für sich. Aber auch die Fortsetzung ist durchaus lesenswert. War auch nicht schlecht sich ein Bild vom weiteren Verlauf zu machen.

Fazit: Auch wenn ich eine Fortsetzung als nicht unbedingt notwendig halte, war das Buch dennoch gut genug, um als lesenswert eingestuft zu werden. Empfehlen kann ich es an dieser Stelle durchaus weiter. Wieso auch nicht. Liest mal selbst wie das Leben nach Will für Lou und seine Eltern weitergeht.

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Montag, 12. September 2016

#FolgeDeinemHerzen von J. Vellguth

Seitenzahl: 225
Verlag: Self Publishing
Kosten: Rezensionsexemplar
Taschenbuch: 9,99 €
Kindle eBook: 2,99 €
Erscheinungsdatum: -

Kurzbeschreibung: Jung, engagiert und auf dem besten Weg, eine erfolgreiche New Yorker Tierärztin zu werden, hat Sara beschlossen, ihrer besten Freundin das ultimative Geburtstagsgeschenk zu machen.
Die Sache hat dummerweise einen Haken – als Gegenleistung muss sie sich auf ein Date mit dem berühmten Vlogger und Frauenheld BigJake einlassen. Was für andere der Hauptgewinn wäre, ist für Sara ein Stelldichein mit ihrer größten Angst.
Was steckt hinter ihren Gefühlen und kann sie nach der Begegnung mit Jake tatsächlich einfach weitermachen wie bisher?

Meine Meinung: Zu diesem Buch hatte mich die liebe J. Vellguth persönlich angeschrieben. Vorweg bedanke ich mich ein weiteres Mal herzlich bei ihr für das Rezensionsexemplar. Nach dem kurzen E-Mail Austausch hatte ich mir dabei nicht viel gedacht, war aber gespannt was mich da erwartet. Die Autorin war mir bisher unbekannt und gelesen hatte ich von ihr bisher auch nichts. Wenn sie selbst mich nicht auf ihr eBook aufmerksam gemacht hätte, wäre ich womöglich nie darauf aufmerksam geworden. Jetzt kann ich sagen, ich hätte echt was verpasst. Gemerkt hätte ich nicht mal was mir da entgeht.

Die Autorin greift ein aktuelles Thema auf. Im Zeitalter des Internets gibt es viele Nutzer, die Vloggern folgen. Bis vor kurzem zählte ich mich nicht dazu, aber es gibt wirklich gute zwischen ihnen. Man verliert sich in diesem Bereich. So ist es eine wirklich gute Idee mit der Zeit mitzugehen und diese Thematik in ein eBook zu nehmen. Eine echt gute Idee.

Das Internet ist mir wichtig, aber unentbehrlich ist es mir nicht mehr wie früher. Als Leser ist es von Vorteil sich dem Internet verbunden zu fühlen, damit die Handlung einen so richtig schön mitnimmt. Was ich auch an meiner eigenen Rührung am Ende sah. Ich wurde mitgerissen und wollte in der Realität miterleben wie so viele Fans sich dem Ganzen verschrieben haben.

Jake und Saras Geschichte wurde perfekt der heutigen Zeit angepasst und liest sich flüssig. Die Seiten flogen nur so vorbei. Die 225 Seiten waren genau richtig. Nichts wurde hinausgezögert oder in die länge gezogen. Wirklich angenehm zu lesen. Ich war mittendrin und habe, vor allem zum Ende hin, mitgefiebert. Ein einziges Lesevergnügen. Unheimlich gerne habe ich dieses eBook gelesen. Die Autorin werde ich so einfach nicht mehr aus den Augen verlieren. Mehr ähnliche eBooks kämen mir mehr als gelegen. Ich konnte ziemlich schnell überzeugt werden. Amazon hat jetzt ebenfalls eine Option fürs Folgen, die nutze ich gleich mal als erstes bei dieser Autorin. 

Geschichten aus dem Alltag haben es bei mir meistens durchaus schwer. Nur wenige Autoren können mich für sich gewinnen. Hier fiel das J. Vellguth  sehr leicht. Davon kann ich dringend mehr gebrauchen.

Fazit: Soziale Netzwerke nehmen heutzutage einen großen Teil unserer Freizeit ein. Ein eBook genau in diesem Bereich zu lesen war mal etwas relativ neues und hat mich wirklich gut unterhalten. Mir hat es Spaß gemacht Jake und Sara kennenzulernen und mich über die Entwicklungen in ihrem Leben zu freuen. Ich wollte gezielt nicht viel zu der Handlung schreiben, damit jeder die Chance bekommt selbst zu lesen und sich eine Meinung zu bilden. Ihr werdet es nicht bereuen. Von mir eine klare Leseempfehlung.

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen